Hier finden Sie Weihnachtsgedichte für Senioren – ideal für die Adventszeit. Gedichte zur Weihnachtszeit bringen Ruhe in den Tag, wecken vertraute Bilder und fangen die besondere Stimmung dieser Wochen ein. Was wäre diese Zeit ohne Verse, die uns ein Lächeln schenken und die Magie der Feiertage spürbar machen?
Diese Sammlung kostenloser Weihnachtsgedichte für Senioren ist leicht verständlich und ideal zum Vorlesen für Angehörige oder in Seniorengruppen
Lesen Sie gemeinsam, teilen Sie eigene Erlebnisse und genießen Sie die Vorfreude – denn am Ende sind es die Erinnerungen, die verbinden und die Adventszeit unvergesslich machen.
Das Weihnachtsbäumlein
Christian Morgenstern (1871-1914)
Es war einmal ein Tännelein
mit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und Äpflein fein
und vielen bunten Kerzlein:
Das war am Weihnachtsfest so grün
als fing es eben an zu blühn.
Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
da stands im Garten unten,
und seine ganze Herrlichkeit
war, ach, dahingeschwunden.
Die grünen Nadeln war’n verdorrt,
die Herzlein und die Kerzlein fort.
Bis eines Tags der Gärtner kam,
den fror zu Haus im Dunkeln,
und es in seinen Ofen nahm –
Hei! Tat`s da sprühn und funkeln!
Und flammte jubelnd himmelwärts
in hundert Flämmlein an Gottes Herz.
Weihnachten
| Adelheid Humperdinck-Wette (1858-1916) |
| Leise weht’s durch alle Lande wie ein Gruß vom Sternenzelt, schlinget neue Liebesbande um die ganze weite Welt. Jedes Herz mit starkem Triebe ist zu Opfern froh bereit, denn es naht das Fest der Liebe, denn es naht die Weihnachtszeit. Und schon hat mit tausend Sternen sich des Himmels Glanz entfacht, leise tönt aus Himmelsfernen Weihgesang der heil’gen Nacht. Hell aus jedem Fenster strahlet wundersam des Christbaums Licht, und der Freude Schimmer malet sich auf jedem Angesicht. Lichte Himmelsboten schweben ungeseh’n von Haus zu Haus; selig Nehmen, selig Geben geht von ihrer Mitte aus. O willkommen, Weihnachtsabend, allen Menschen, groß und klein! Friedebringend, froh und labend mögst du allen Herzen sein! |
Advent
| Eva von Tiele Winckler 1866 – 1930 Es zieht ein süßer Tannenduft durch die geschmückten Räume; es weht die kalte Winterluft um grüne Weihnachtsbäume. Schon glänzt des Lichtleins heller Schein auf dunklem Tannengrunde – Advent! Die Weihnachtszeit zieht ein in stiller Abendstunde. O Erde, wie wird dir so wohl! Denn bald wird Der erscheinen, der dir ein König werden soll; dann stillt Er all dein Weinen. Einst kam Er in der heil´gen Nacht, ein Kindlein, um zu sterben, bald kommt Er in der Himmelspracht, um Davids Reich zu erben. Ihm zünden wir die Lichter an auf grünen Tannenzweigen, bis wir vor Seinem Zepter dann anbetend froh uns neigen. |





